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„Wir Internetkinder“ Julia Peglow – diesellerie.com

„Wir Internetkinder“

Verlag Hermann Schmidt Mainz

€ 30.70

„Vom Surfen auf der Exponentialkurve der Digitalisierung und dem Riss in der Wirklichkeit einer Generation“: Julia Peglow auf der Suche nach der verlorenen Zeit im digitalen Zeitalter.

Im Lesen, Schreiben und Denken ging die Autorin Julia Peglow dem Phänomen Digitalisierung auf den Grund und erkannte: Sie steckte nicht in einer persönlichen Digitalsinnkrise, vielmehr haben sich digitale Geschäftsmodelle verselbständigt. Nicht mehr sie sind das Produkt, das den Menschen dient, wir dienen. In immer neuen Runden enttarnt sie die süßen, süchtig machenden Aufmerksamkeits-Räuber der Netzkultur, hinterfragt Arbeitsmodelle und alten Absolutismus, der so ganz und gar nicht in die neue Zeit passen will.

„Der Weg der Veränderung ist viel anstrengender, als dass es mit der Anschaffung technologischer Tools getan wäre: Er führt tief in die Strukturen – bis hinunter in die Baupläne. (…) Wir müssen uns vom Diktat der alten Unternehmensstrukturen befreien und einen neuen Weg finden. Den Dingen den Raum geben, sich entwickeln zu können. Den Flow zulassen und sehen, wo er uns hinführt – ohne das Ziel vorher bestimmt zu haben. Nur so kann etwas wahrhaft Neues entstehen. – Trust the process.“

Mit einem Bein im analogen – und einem im Digitalzeitalter.

Julia Peglow zählt zu den Vorreiter*innen der Digitalisierung. 1973 geboren, gehört sie der Generation an, die mit einem Bein im analogen und mit dem anderen im digitalen Zeitalter steht. Sie studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und am Ravensbourne College in London und hat 20 Jahre in der Kreativ- und Digitalbranche als strategische Beraterin und Geschäftsführerin für internationale Branding- und UX-Agenturen gearbeitet, unter anderem für „MetaDesign“ oder „Zeichen & Wunder“. 2017 hat sie eine eigene Consultancy mit einem neuen Beratungsansatz gegründet: „Design Your Story“. Immer noch neugierig und auf der Suche nach Antworten, arbeitet Julia Peglow heute als Autorin und Hochschuldozentin und dokumentiert diese Suche als Chronistin des Digitalzeitalters auf ihrem Blog „diary of the digital age“.

„Auserwählte Zeit oder nicht – Fakt ist: es gibt keine unaufhaltsame Zukunft, der wir hoffnungslos ausgeliefert sind. Denn wir sind es, die sie schreiben! Die einzige Voraussetzung ist, dass wir ab und zu unseren Geist öffnen und die Echokammern erkennen, in denen wir stecken: Die Sichtweise unserer Generation. Die Sichtweise unserer Zeit. Ab und zu ist es heilsam, uns unserer eigenen Blindheit bewusst zu werden. Und zu erkennen, dass wir nicht auf alles eine Antwort haben. Dass wir die wirklich wichtigen Antworten nicht von Google bekommen. Sondern, dass es darum geht, die richtigen Fragen zu stellen.“

Zu Gestaltung und Ausstattung

Wenn eine Protagonistin der Digitalisierung ein Buch (!) schreibt, dann muss das natürlich ein besonders schönes Buch werden. Katrin Schacke hat gestaltet, Selina Günther und Liesbeth Trinler feilten an Mikrotypografie und Zeilenfällen und „CPI“ in Ulm druckt drei Sonderfarben auf edlem Recyclingpapier.

Gebundene Ausgabe

304 Seiten mit fünf ganzseitigen Illustrationen durchgehend in drei Sonderfarben gedruckt (dunkelblau, salbeigrün und neonviolett), Flexcover mit silberner Prägung, beigelegtes salbeifarbenes Lesezeichen

Verlag

„Verlag Hermann Schmidt“

Sprache

Deutsch

Abmessungen

15 x 22 cm

Besonderes

Das Buch ist im „Verlag Hermann Schmidt“ erschienen, der sich auf Typografie, Grafikdesign und die Kreativbranche im Allgemeinen spezialisiert hat. Der Verlag lässt bewusst in Deutschland drucken: er kooperiert mit FSC-, PEFC- und EMAS-zertifizierten Druckereien. Printed in Germany with love – das finden wir sehr gut!